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Brain Truck

Leben mit einer Hirnverletzung

Vom 28. Februar bis zum 7. März war der «Braintruck» in Rothenburg zu Gast.
Für alle Schulkinder ab der dritten Klasse wurde der Unterricht für 2 Stunden in den «Braintruck» verlegt, um in die Welt eines Hirnverletzten einzutauchen. Zuerst wurde altersgerecht vermittelt, wie das Hirn funktioniert und was eine Hirnverletzung ist. Anschliessend folgte ein Postenrundgang, bei dem die Kinder mögliche Einschränkungen einer Hirnverletzung ausprobierten. So konnten sie z.B. im Eigenversuch erfahren, wie schwierig es ist, einhändig Knöpfe zu schliessen oder Schuhe zu binden. Mit aufgesetzten Brillen, welche Doppelbilder erzeugten, war das sonst so kinderleichte Ballfangen plötzlich für alle eine grosse Herausforderung.
Am Ende des Rundgangs wurden die mitgebrachten Fahrradhelme getestet, ob sie richtig sitzen. Diese sind nämlich eine wichtige präventive Massnahme gegen Hirnverletzungen.
Die beiden Mittwochnachmittage gehörten der Öffentlichkeit. Die Projektgruppe Elternmitwirkung der Schule Rothenburg organisierte ergänzend zum «Braintruck» ein Rahmenprogramm. Zu Gast war die Vereinigung für Hirnverletzte «FRAGILE Zentralschweiz». Mit einem fesselnden Referat führte Frau Marti die kleinen und grossen Zuhörer in das Thema ein. Anschliessend erzählten drei Mitglieder der FRAGILE Zentralschweiz von ihrer Erkrankung, dem langen Weg zurück ins selbständige Leben und wie sich ihr Alltag heute gestaltet. Vollständig heilbar ist eine Hirnverletzung nicht. Auch wenn alles soweit geheilt ist, dass für Aussenstehende nichts sichtbar ist, bleiben für Betroffene meist ein Leben lang Einschränkungen wie z.B. starke Lärmempfindungen, mangelnde Konzentration, rasche Ermüdung, geringe Belastbarkeit etc. bestehen.
Auf dem Aussengelände bot sich die Möglichkeit, sich selber in die Führerkabine eines LKWs zu setzen und zu erfahren, was ein «Toter Winkel» ist.
Bei Kaffee und Kuchen tauschte man sich schliesslich über Gehörtes und gemachte Selbsterfahrungen aus. So manch einem wurde bewusst, dass Vieles, was wir automatisch tun, nicht als selbstverständlich angesehen werden kann.
Irene Zemp
Elternmitwirkung Schule Rothenburg


 

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